FC Bad Liebenwerda e.V.

 

A-Junioren - Kreisliga


2017/ 2018


Trainingszeiten: Dienstag und Donnerstag von 17:00 Uhr - 18:30 Uhr im Waldstadion

Trainer: Jochen Wieland ·  Co-Trainer: Marcus Pech · Betreuer: Torsten Moosdorf

 






!!! Unsere Pokalsieger !!!

A-Junioren FC Bad Liebenwerda



19.05.2018: Fußballkreis Südbrandenburg – Pokalfinale der A-Junioren


FC Bad Liebenwerda  -  SV Grün-Weiß Lübben  2:1 n.V. (1:1;1:1)

Die beiden auch in der Meisterschaft vorn liegenden Teams standen sich bei bestem Fußballwetter in diesem Pokalfinale gegenüber und man durfte durchaus eine Partie auf Augenhöhe und also Spannung pur erwarten.

Der FC erwischte dabei den besseren Start, war gleich präsent und hatte bereits in der 2. Minute eine Riesenchance zur Führung, aber der Torwart reagierte stark bei dem Schuss aus Nahdistanz. Die Lübbener schienen überrascht, waren noch nicht drin in der Partie. Leider zwang eine Verletzung des Torhüters Winters zu einem sehr frühen Wechsel, doch mit M. Kotte hatte man gleichwertigen Ersatz. Dennoch blieb abzuwarten, wie das Team diese Sache rein psychisch bewältigen würde.

Scheinbar recht gut, denn die Jungs blieben am Drücker und kamen nach einer guten Viertelstunde zur verdienten Führung. Über rechts kam der Ball an den 11m Punkt und von dort schoss P. Rink flach ein, der Torwart war da sogar noch dran. Nachdem sich den Kurstädtern noch eine gute Chance für ein zweites Tor bot ( J. Preibisch scheiterte in aussichtsreicher Position am Keeper), lief das Spiel dann im weiteren Verlauf der ersten Hälfte sehr ausgeglichen ab, man merkte den Spielern schon den Respekt voreinander an. Viel Geschehen im Mittelfeld, wenig was zwingend Gefahr für das eine wie das andere Tor hätte bringen können.

Die Lübbener versuchen es mit Einsatz und Athletik, spielen schnelle und lange Pässe nach vorn. Dennoch schaffen sie es kaum einmal, die Defensive des FC in arge Nöte zu versetzen. Nein, die Liebenwerdaer bringen sich durch ungenaues Passspiel und diverse Unkonzentrierheiten selbst in solche. Und eine dieser Szenen führt in der 40. Minute zum Ausgleich. Da tändelte man rum, spielte eben ungenau auf den Mitspieler, schlug noch ein Luftloch-und schon war’s passiert. Ein bis dahin mehr oder weniger kontrolliertes Spiel war aus der Hand gegeben.

Und solche Leichtfertigkeiten sollte es nach der Pause noch einige mehr geben, der FC agierte da im Spielaufbau unsicher, die Ruhe war weg und die Defensive schien anfälliger. Das Team wirkt sichtbar gehemmt, obwohl die Lübbener an diesem Tag wahrlich kein „Übergegner“ sind. Dennoch kommen sie im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte sichtbar besser in die Partie, nutzen also durchaus diese weiter anhaltende Schwächephase der Kurstädter und Torwart Kotte muss in zwei, drei Szenen sein Können zeigen und energisch zupacken. Der FC hat da auch ein bissel Glück, dass Lübben nichts Zählbares erreicht. Erst nach gut 70 Minuten haben dann auch die Liebenwerdaer den ersten nennenswerten Angriff nach dem Wechsel, doch der Abschluss ist einfach zu schwach. Und  in den letzten acht, neun Minuten schien sich das Team wieder etwas gefangen zu haben und zeigte einen konstruktiveren Spielaufbau. Dennoch: Beide Mannschaften haben nun zu „beißen“, konditionell geht’s jetzt ans „Eingemachte“, wie jeder deutlich sehen kann. Es bleibt auch in dieser Schlussphase das erwarte enge Finale, ein Duell klar auf Augenhöhe mit zwischenzeitlichem Auf und Ab beiderseits.

Die Verlängerung ist die logische Folge.

Und in dieser sollte der FC Bad L überraschenderweise dann das konditionell stärke Team sein. In der 93. Minute ein klasse Solo bis nah vor das Tor-da fehlen letztlich nur wenige Zentimeter. Dem folgt ein satter Freistoß, welcher dem Torwart einiges abverlangt. In der 96. Minute ist auf der anderen Seite Kotte zur Stelle und verhindert da mit starker Parade den Rückstand. Doch fast im Gegenzug gibt es die erneute Führung für den FC. Zunächst kann der starke Lübbener Torwart noch parieren, aber der direkt genommene Nachschuss von Preibisch aus gut zehn Metern halbrechts, der sitzt dann. Nunmehr  ist Lübben echt gefordert, muss nun auch was riskieren. Die Mannschaft tut das auch, kommt vor das Liebenwerdaer Tor, kommt zu Eckstößen und Abschlüssen. Allein der Torerfolg bleibt ihnen versagt. Die Sache bleibt weiter ganz eng, das 2:1 ist beileibe keine Vorentscheidung.

Die zweite Hälfte der Verlängerung bricht an, der FC aufgrund der knappen Führung ist taktisch da etwas im Vorteil. Man kann auf Konter lauern und defensiver agieren. Das Team wirkt zudem etwas frischer und kommt in den letzten fünf, sechs Minuten zu noch zwei, drei Riesenchancen. Bei einem Kopfball retten die Lübbener knapp vor der Torlinie. Die folgende Ecke bringt einen Abschluss, welcher am Pfosten landet. Da waren noch gute vier Minuten zu spielen und die Liebenwerdaer vergeben die Spielentscheidung in diesen Szenen. Doch es reicht zum Pokalsieg, das 2:1 stellt das Endergebnis dar.

Mit einer starken Leistung vor allem in der Verlängerung, mit viel Einsatz und auch ein bissel Glück und Geschick gewinnt das Team den Kreispokal.und wird vom eigenen Anhang entsprechend gefeiert. Herzlichen Glückwunsch dazu, Jungs!

Auch dem Gegner Lübben danke für dieses gute, spannende und durchaus faire Finalspiel. Und vor allem für ein sehr faires Auftreten nach dem Abpfiff sowie bei der folgenden Siegerehrung…trotz der gewiss tiefen Enttäuschung ob der Niederlage. Sicher Jungs, das Ding hätte auch knapp für euch laufen können. Respekt!

Aber wie man solch ein Ding so richtig feiert – vor allem dann später daheim, da dürfen die Kurstädter Jungs gern noch ne richtige Schippe drauflegen, da ist noch Luft nach oben! Aber ich denk mal, das wird schon noch im weiteren Verlauf der Karriere…Schmunzelchen!

Thomas Vogel (tmv)

Aufstellung FC:

Ch. Winters (ab 7. M. Kotte) – J. Weinkauf; E. Gattermann; L. Mitternacht; N. Kott; (ab 43. M. Wegeleben); J. Hennig; J. Läppchen; J. Matthäus; J. Preibisch (ab 114. T. Beck); A. Engelmann; P. Rink

außerdem im Aufgebot: R. Bulang; T. E. Hermel; M. Kretzschmar

Torfolge: 1:0 P. Rink (18.); 1:1 R. Manzlow (40.); 2:1 J. Preibisch (97.)

Schiedsrichterin: Nicolas Cielke               Zuschauer: 120